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HAB
KEINE ANGST VELUZIFER
Dass die Untoten
mittlerweile Kult sind, dass muß man wohl kaum mehr erwähnen, wie es
jedoch dazu kam, dies wird nun deutlich durch die
Wiederveröffentlichung des ersten Untoten Albums "Hab keine Angst
Veluzifer"aus dem Jahr 1996. Dieses brachte in letzter Zeit
Höchstbeträge bei Internetauktionshäusern - ein Grund für die
Untoten "Hab keine Angst Veluzifer" nun endlich wieder einem breiten
Publikum zugänglich zu machen. Im Vergleich zu heutigen Alben der
Band, klingt "Hab keine Angst Veluzifer" roher und härter und
weitaus rockiger - dennoch ist schon bei dem Debütalbum der Band
alles an musikalischem Genie vorhanden, was die späteren Alben der
Band ausmacht! Greta Csatlos singt mit jugendlich schräger finsterer
und zugleich betörend geheimnisvoller Stimme - David A. Line zieht
alle Register und bietet bestes Songkomposing - viel Melodie und
schräge Töne, den Mut einen Gothic / Batcave Song anders anzugehen
als viele vor ihm - mit eigenen Ideen und unverwechselbarem Stil -
damals war noch nicht abzusehen, dass dies belohnt würde - doch der
Erfolg gibt der Band recht und sollte für andere Gothicbands heute
als Maßstab dienen - macht etwas eignenes und schaut nicht auf die
anderen! Besonders stark: der Song "Neue Heimat" - voller Wehmut
singt Greta Csatlos mit viel Gefühl diesen Song, der von einem neuen
Leben handelt. Dass bei "Hab keine Angst Veluzifer" der Sound hier
und da roh und ungeschliffen klingt, sei es drum! Dies ist ein
Kultalbum und sollte als solches einfach auch gesehen werden! Zudem
finden sich auf der CD noch vier bisher unveröffentlichte
Bonustracks und ein überarbeitetes Cover und Booklet! Anspieltips:
Neue Heimat, Warten auf den Tod, Kadaver, An einem Strang. Fazit:
Album des Monats Mai 2006! (Dark Heart Magazon (www.darkheartmagazin.de)

HERZ DER
FINSTERNIS - GRABSTEINLAND 3
Ein Irrlicht, die
Raben, ein Donnergrollen.. “So schlaf nun ein, mein Herz schlaf ein.
Sag ist das Gold in deinem Blick?“, haucht Greta Csatlós sogleich im
Titelsong... und man ist hineingezogen ganz tief ins Grabsteinland,
begegnet auch im dritten Teil phantastischen Gestalten, mystischen
Tierwesen und befindet sich auf einer musikalischen Reise durch eine
Welt voller Geheimnisse, Bedrohlichkeit, Dunkelheit und doch auch
Geborgenheit und Freiheit! Mit „Herz der Finsternis“, beenden die
Untoten ihre Grabsteinland- Trilogie und haben mit dieser CD ein
weiteres in sich stimmiges und geschlossenes Werk, voller gotischer
Lieder erschaffen! Erhabene, anrührende Hymnen, die man mit großen
Gesten mitsingen möchte (Des Raben Flug), rockige, gar wild
galoppierende Rhythmen (Der Herzen viele), beunruhigende Melodien
(Dämonenwelt), auf Streicherarrangements gebettete Traurigkeit (Sag
mir warum), Kompositionen, auf die man vielleicht auch einen in den
ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts beliebten Tanz hinlegen
könnte (Vollmondengel) , und noch viel, viel mehr gibt es im großen
Finale der Geschichte zu entdecken. Veredelt wird all dies einmal
mehr durch Gretas großartigen, unvergleichlichen Gesang, mit dem sie
wiederum sämtliche Register stimmlich darstellbarer Emotionen zieht.
Sehr schön passt David A. Lines tiefe Stimme dazu, an mehreren
Stellen ergänzend eingesetzt, die gewünschte Stimmung
unterstreichend. Und natürlich haben die Untoten auch wieder Weit
auf eine angemessene optische Umsetzung mittels Artwork gelegt,
alles dieses Mal getaucht in die Farbe der Liebe. Im Booklet selbst
findet man außerdem einen Auszug aus Davids Grabsteinland Roman
sowie ein Grußwort des Meisters selbst. Ein großer und würdiger
Abschluss der Geschichte aus dem und über das Phantasieland von
Greta und David ist Herz der Finsternis geworden. So viel Schwermut
und gleichzeitig doch Kraft, Verlorenheit, gepaart mit Stolz auf den
eigenen Weg, Liebe und Unsicherheit, Sehnsucht, Festhaltenwollen und
Loslassenmüssen – die ganze Palette großer Gefühle mit einer
Selbstverständlichkeit umgesetzt, wie es so typisch gotisch und
irgendwie trotzdem unklischeehaft derzeit wohl nur die Untoten
können!
„Ich
weiß genau , was du mir bist. Du bist das Licht auf meinem Weg zur
Finsternis.“
(10 von10) Axel
Schön für Orkus

Kommt ein letztes mal mit Untoten ins Grabsteinland: Sturmböen,
Gewitter, es muss Nacht sein und kalt , ein Irrlicht tanzt auf und
ab. Auch auf "Herz der Finsternis" schaffen es Greta und David, das
Grabsteinland sinnlich wahrnehmbar zu machen. Die einzelnen Songs
sind nicht nur hörbar, sie sind auch fühlbar - es ist klar, wie es
dort aussieht, wie es dort riecht, wie kalt es ist ,welche Stimmung
gerade vorherrscht. Im Kopf entstehen ganz persönliche Kurzfilme
nach den Vorgaben der beiden. Der Titeltrack ist ein ergreifender,
sehr Emotionaler Liebessong, der unter die Haut geht und nächtelang
nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen ist und Träume untermalt. "Des
Raben Flug" ist melancholisch, erhaben und Seelenvoll. Der Inhalt
ist musikalisch perfekt umgesetzt, wir "fühlen", wie sich der Rabe
in die Lüfte erhebt und schwebt. In einem Gespräch hat Greta diesen
Song einmal als
"heilig" bezeichnet und ganz unrecht hat sie damit nicht. Zweifellos
ein absolutes Highlight des Albums. Die beiden Songs sind rockig und
somit musikalisch näher an "Herrschaft der Vampire" als am ersten
Teil der Trilogie. Gleiches gilt auch für das sinnliche
"Raubtieraugen" und den Tanzflächen "Wintermärchen". Und es gibt
noch jede Menge mehr zu entdecken. Den kindlich-bösen Gassenhauer
"Hexenfieber" beispielsweise, oder "Niemals Niemals". Ein Song, bei
dem man sich vorstellen könnte, wie ein Drehorgelspieler durch die
Hinterhöfe zieht und dabei " die Moritat vom Raben Niemals Niemals
vorträgt", "Vollmondengel" und " Nachtgespenst" schließlich sind
moderne Volkstänze. "Herz der Finsternis" ist der gelungene
Abschluss der wegweisenden "Grabsteinland"- Trilogie: Ein
Meilenstein. (Karin Hoog für Zillo)

Düstere
Märchen
Mit "Herz der Finsternis" vervollständigen die Untoten ihre Trilogie
"Grabsteinland". Geradezu erstaunlich, welche Entwicklung die
Untoten seit ihren Anfängen durchgemacht haben. Von den Ursprüngen
als Punkband, in der sie ihren Aggressionen Luft machten, über
partielle Pop-Anwandlungen auf früheren Alben scheinen sich Greta
Csatlos und David A. Line mehr und mehr selbst zu finden. Was in den
90ern schemenhaft wie Fetzen aus einem Soundtrack begann, hat sich
zu Alternative Gothic mit einem überzeugenden Konzept gemausert.
Das aktuelle
Album "Herz der Finsternis", das gleichzeitig der letzte Teil der
Trilogie "Grabsteinland" ist, lässt sich ein auf das Spiel mit
Csatlos' beeindruckend facettenreicher Stimme. Eben noch warm und
flehend, ist sie im nächsten Moment schon bedrohlich, hinterlistig
und düster. Mal über einer minimalistischen Begleitung schwebend,
bald schon gegen das übermächtige Orchester ankämpfend. Das Album
ist insgesamt ruhiger als seine Vorgänger, hat dabei aber nichts an
Bedrohlichkeit eingebüßt.
Gleichzeitig
vergessen Untoten nicht, wo sie herkommen. So sind neben
mittelalterlich angehauchten Parts mit Tamburinklängen und
Glockenspiel auch an ihre Punkzeit erinnernde Werke mit
vordergründig agierendem Schlagzeug zu finden. Immer wieder greifen
sie auf Instrumentalstücke zurück und schaffen so Freiraum für
Bilder, die im Geist des Hörers erst noch entstehen müssen. Stück
für Stück erzählen sie so ihre düstere Geschichte, die fast schon
märchenhaft erscheint.
Ein besonderes
Highlight des Albums ist der Titelsong "Herz der Finsternis". Sich
langsam anschleichend, türmt er sich über gute fünf Minuten zu einem
drängenden Werk auf, das sich in Herz und Ohr festsetzt ohne
Aussicht auf Erlösung. Packend, ergreifend, beängstigend gut.
(Nadine Kleber, TIP 22/05)

Untoten -
'Grabsteinland III - Herz der Finsternis'
Label: Soul Food / Grafenwald Verlag
Release: 07. November 2005
Spielzeit: 53:33 Minuten
Dies ist es also - das Finale. Das Herzstück, das Ende einer
Geschichte, welche doch niemals enden sollte. 'Herz der Finsternis -
Grabsteinland III' erscheint inklusive einem 24-seitigen Booklet. Es
ist reich bebildert und enthält neben allen Texten auch Textauszüge
aus dem "Grabsteinland'-Roman von David A. Line. 16 schwarze
Kompositionen voller Gefühl, Verletzlichkeit, Melancholie,
Sinnlichkeit und Hoffnung. Nach den ersten beiden Teilen
'Grabsteinland' (2003) und 'Herrschaft der Vampire' (2004) folgt mit
'Herz der Finsternis' leider der letzte Teil der von David A. Line
und Greta Csatlos erschaffenen 'Grabsteinland Trilogie'.
Ursprünglich sollte dieses Meisterwerk 'Tanz der Teufel' heißen.
Letztendlich hat man sich aber für Herz der Finsternis' entschieden,
ein durchaus passender Titel.
Die Untoten
stehen im Gothic-Bereich für erstklassige Musik, welche eine
Mischung aus Chanson, Klassik, Darkwave, Gothic Rock und
Synthesizerelementen ist. Das Ganze vermischt mit Samples und Gretas
wunderschöner Stimme schafft eine einzigartige Stimmung. Dass es
sich bei David A. Line um ein musikalisches Multitalent handelt,
wird bei der Vielschichtigkeit des Albums schnell klar. Da wären zum
einen die etwas rockigeren Songs 'Nachtgespenst', 'Der Herzen viele
ich ass', 'Dämonenwelt' und 'Wintermärchen'. Der Titeltrack 'Herz
der Finsternis', sowie die Kompositionen 'Des Raben Flug' und
'Raubtieraugen' glänzen durch die wunderschöne düstere Stimmung aber
auch durch Gretas unvergleichliche Art von Gesang. 'Du bleibst was
du warst' sollte man unbedingt hören, wenn das schwarze Herz mal
wieder schmerzt. Denn dieser Song ist so wunderschön, so zartfühlig
und emotional, dass man in seinen Visionen versinkt und der
Herzschmerz noch größer wird. Wie auch bei den Vorgänger-Alben sind
mit 'Irrlicht', 'Mit dem Wind', 'Ankunft', 'Niemals Niemals' und
'Epilog' einige Instrumentalstücke enthalten. Kleiner Tipp: Einfach
die Augen schließen und versinken. 'Vollmondengel' und 'Hexenfieber'
sind die zwei groovigsten Songs auf dem Album, in typischer
Untoten-Manier. Man könnte sogar meinen, teils fröhliche Elemente in
diesen beiden Sogs zu vernehmen. 'Abschied' nehmen von dieser
fantastischen Triologie heißt es mit gleichnamigen Song, welcher
passenderweise der 16te und somit letzte Track auf dem Album ist.
Ein absolut
würdiges Ende einer grandiosen Trilogie, die seinesgleichen sucht.
David und Greta laufen zu schwarz-romantischer Hochform auf. David´s
Kompositionen im Einklang mit Greta´s bezaubernder Stimme sind ein
Erlebnis der besonderen Art. Nicht nur für die Gothic-Fraktion. Auch
für Leute, die bei Kerzenlicht und Rotwein einfach mal abschalten
wollen, um diese Welt für einen Augenblick zu verlassen. Lasst Euch
verführen... (Autor: Marco Engel)

Untoten
Herz der Finsternis
Wertung: (5/5) Monden
(Von Grafenwald / Gothic Empire / Soulfood)
Mit Herz der Finsternis veröffentlichen die Untoten dieser Tage den
dritten Teil der bereits überall sehr gelobten Grabsteinland
Trilogie. Wieder taucht die Band um Sängerin Greta Czatlos und David
A. Line tief ein in die schwarzen Gefilde des Grabsteinlandes und
lassen erneut die gleiche Stimmung und Atmosphäre entstehen wie auf
den beiden Alben zuvor. Voller Düsternis zelebrieren die Untoten
Schwarzromantik der finsteren Art. Ein Hauch von Endgültigkeit
und Verfall liegt auf den Songs dieses Albums, wenn Greta den
Titelsong Herz der Finsternis anstimmt ("ich weiß,genau, was Du mir
bist, Du bist das Licht auf meinem Weg zur Finsternis"). Schöner
kann man solche Dinge nicht sagen und es hört wie eine
Liebeserklärung an die Nacht an. Genau wie bei Grabsteinland II geht
es auch bei Grabsteinland III wieder sehr rockig zu
("Nachtgespenst") - die ruhigeren chansonartigen Klänge, die auf dem
ersten Teil der Trilogie zu finden waren, stehen hier im
Hintergrund. Musikalisch ist es den Untoten gelungen nicht nur an
den zweiten Teil von Grabsteinland anzuknüpfen, sondern diesen noch
zu übertreffen. Die Untoten sprechen mit ihren Songs in Dramaturgie
und Inhalt schwarzen Herzen in der Szene tief aus der Seele!
Prädikat: Besonders Wertvoll! Anspieltips: Herz der Finsternis, Des
Raben Flug, Nachtgespenst. Fazit: Genial

Untoten
"Grabsteinland III- Herz der Finsternis" Märchen Goth
(von Grafenwald)
Zum dritten und leider zum letzten Mal nehmen uns die Berliner mit
auf eine phantastische Reise ins Grabsteinland. Das dunkle Märchen,
welches durch dezente Realitätsbezüge an eine Fabel erinnert, geht
zu Ende und die Untoten lassen noch einmal fast jegliche
Protagonisten die Szenerie betreten und musikalisch vermengt man die
beiden Vorgänger zu einer graziösen Einheit. Greta gleitet mit ihrer
verruchten Stimme über elegische Soundstrukturen, welche in
perfekter Balance Dunkelheit und Pathos verbinden, dabei lieblich in
die Gehörgänge dringen. Wunderschön das sanftmütige "Der Raben
Flug",
welches sich sanftmütig einer betörenden Atmosphäre hingibt. Die
Fantasy-Atmosphäre, welche dieses Werk beherrscht, wird durch
Donnergrollen, Rabengeschrei, Windböen und anderer verspielter
Schmankerl zu einem Hörspiel-Erlebnis per exellance. Der Hauch der
20er Jahre umweht erneut die Szenerie. Greta windet sich
katzengleich durch Soundkreationen, die sich
meist sehr sanftmütig in des Hörers Gehörgang drängen. Die Melodien
sind von bedrückender Natur, beherbergen aber im Mark eine
unglaublich gefühlvolle Energie. "Wintermärchen" malt eine
Atmosphäre, in der Kinderaugen gebannt auf den Lippen des Erzählers
verweilen, gleichzeitig entwickelt sich dieser Song zum eingängigen
Knaller für jegliche Tanzflächen einschlägiger Düster-Discos. Die
geflüsterte Eleganz Gretas wird in "Der Herzen viele aß ich" mit der
verspielten Elektronik Davids gepaart. Ein Geschwindigkeitsrausch in
der Mitte lässt den Song pathologisch erscheinen. Das schräge Ende
gleitet herüber in die Wirren eines Jahrmarkts zur vorigen
Jahrhundertwende. Ein sehr experimentelles Zwischenspiel. Ein alter
Mann scheint an der Drehorgel das folgende "Hexenfieber" zu
begleiten. "Dämonenwelt" klingt dagegen voller darkwaviger
Modernität. Der Gesang bleibt aber auf längst vergessen Spuren
wandernd. Mit anderen Songs scheint man alte Volkstänze neu zu
vertonen und den Hörer mitten in das Grabsteinland zu ziehen.
Märchen, wie sie die meisten kennen,
sind grausam, hier wird
es von einer morbiden Schönheit durchzogen. Die schwarze Romantik
ist allgegenwärtig, erscheint ehrlich, klingt bedrückend, aber immer
voller Erhabenheit. Mit dem letzten Ton klappen wir das "Buch" zu
und werden uns in hundert Jahren noch dazu beglückwünschen, das
Grabsteinland kennen gelernt zu haben. Die Träne, welche auf die
letzte Seite tropfte, wird zum Mahnmal einer zum Meilenstein werden
könnenden Trilogie. Die Untoten und ihr "von Grafenwald" sind die
Hafenstraße des Gothics. (andreas,
www.amboss-mag.de)

HERRSCHAFT DER VAMPIRE - GRABSTEINLAND 2
Vertonte
Leidenschaft in ihrer außerirdischen Form, deren Schönheit ihre
Unvergleichlichkeit fast vergessen lässt...noch gitarrenlastiger,
noch dunkler und schwerer mit Melodien, die kein Geld der Welt
aufwiegen kann. Pechschwarz - Blutrot ( Thorbjörn Spieß
/ Gothic)

..Die Songs
sind nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen!! ALBUM DES MONATS
( Karin Hoog / Zillo)

...Bläulicher
Nebel steigt aus nächtlichen Wiesengründen, Wölfe heulen ..und aus
dem Schatten eines Gotischen Gemäuers lößt sich die Gestallt einer
verführerischen Schönheit..Untoten bitten so vehement und vielseitig
zum "Tanz der Vampire", jongliert so schaurig schön mit Pathos und
Romantik, daß das frischgezapfte Blut in den Adern unweigerlich in
Wallung gerät! (Christoph Kutzer / Piranha)

Großes Kino
auf CD !! (Sonja Angerer / EMP)

Untoten -
Herrschaft der Vampire
Label: Sonic Malade (Sony)
Erscheinungsdatum: 08.11.2004
Herrschaft der Vampire bei Amazon.de
Ich weiss nicht, ob die Untoten aus Berlin den
Veröffentlichungstermin für den zweiten Teil der Grabsteinland
Triologie bewusst gewählt haben, aber "Herrschaft der Vampire" passt
perfekt in diese Jahreszeit und ist eine Art Soundtrack zu Halloween,
Zwielicht und Nebel. Die Untoten haben mit "Herrschaft der Vampire"
ein opulentes, dunkles Märchen inszeniert, das von Wölfen, Raben und
natürlich Vampiren erzählt. Anders als bei früheren
Veröffentlichungen sind diesmal alle Text in Deutsch, was die
theatralik der Songs zusätzlich hervorhebt.
Obwohl die Untoten gerne in die Gothik Ecke gestellt werden ist
"Herrschaft der Vampire" alles andere als ein typisches Gothik
Album. Man sollte sich hier auch nicht von dem Cover / Booklet
Design, das mir persönlich viel zu Klische ist, abschrecken lassen.
Wenn man das Intro von "Unvergessen", das aus einem Horrorfilm
stammen könnte, hinter sich gelassen hat entdeckt man schnell, das
sich trotz den Gothik,- Wave,- Synthie Elementen und den teilweise
harten Gitarren eher eine Art dunkler Chanson Stimmung einstellt,
und die Stimme von Sängering Greta passt dazu auch perfekt,
teilweise wird man an Marlene Dietrich oder Zarah Leander erinnert.
Meiner Meinung nach ist "Herrschaft der Vampire" das bis jetzt beste
und stilsicherste Album der Untoten - man darf gespannt auf den
dritten Teil von "Grabsteinland" sein.

Also,
eigentlich haben die Untoten ja mit Hard'n'Heavy oder Metal rein gar
nix zu tun. Puristen können hier also gleich mal das Lesen aufhören.
Doch blickt man etwas über den metallischen Tellerrand hinaus in
Richtung Gothic Szene, erschließt sich einem ein wirklich
bezauberndes Gesamtkunstwerk. Anno 2003 haben sich Untoten auf die
Reise zum Grabsteinland begeben, dessen zweiter Teil (der Trilogie)
nun vor mir liegt.
Und wieder schaffen es Greta Csatlós und David A. Line mit ihren
zwölf Kunstwerken, einzigartige Klangbilder, ja ganze Landschaften
durch geschickte Kombination aus Gothic, EBM und Chanson vor dem
geistigen Auge entstehen zu lassen. Auf ihrer Reise zum
Grabsteinland schauen sie in die Augen von toten Raben, schauen in
Abgründe alles menschlichen, begegnen weißen und schwarzen Wölfen
und treffen wieder die Frau im blutigen Kleid. Sie erzählen uns
nicht nur von Träumen, sie nehmen uns bei der Hand und gemeinsam
begeben wir uns auf eine Traumreise. Sie verstehen es, einen mit
ihren traurig-schönen Melodien einfach mitreisen zu lassen, man
spürt förmlich die Schwingen der Raben, das Fell der Wölfe. Einmal
auf den Weg gemacht gibt es kein Zurück mehr, man kann sich nicht
mehr losreißen, immer tiefer versinkt man im Strudel aus Emotionen
und Geschichten, die Greta Csatlós chansonartig und teils erzählend
vorträgt mit der ihr eigenen traurigen und doch lebensbejahenden
Stimme.
Einzelne Songs hier herauszuheben fällt mehr als schwer, alle sind
gleichermaßen traurig-schön, jedoch bei "Raben" werden mit
Sicherheit die Tanzflächen der einschlägigen dunklen Clubs gut
gefüllt sein. Am besten bei Kerzenschein und einem guten Rotwein
genießen. Untoten bieten uns hier großes Kino! Ray (www.heavyhardes.de)

Eine Rezension
über den zweiten Teil der Grabsteinland-Trilogie zu schreiben ist
wahrlich nicht leicht. Zum einen ist über besagte Trilogie bereits
eine Menge in den diversen Szene-Magazinen geschrieben worden (ich
laufe also Gefahr, ungewollt zu plagiieren), zum anderen ist dies
meine erste Begegnung mit den Untoten. Nun, ich muß gestehen, daß
auch mich das Grabsteinland immer mehr in seinen Bann zieht...
Um sich in ebenjener Welt, zu der die Reise im ersten Teil beginnt,
zurechtzufinden, empfehle ich, zuerst das Booklet aufzuschlagen, in
dem sich eine Landkarte des Grabsteinlands zusammen mit der
Geschichte der großen Schlacht der Wölfe befindet. Passend dazu
erklinge das Intro des ersten Songs „Unvergessen“, das mit
Orchesterklängen und Wolfsgeheul die Szenerie düster untermalt.
Danach treibt uns „Raben“ mit schnellen Percussions und knackigen
Gitarren vorwärts zum „Lichtbringer“, bevor uns „Dein Platz“ mit
weichen Akustikgitarren und sanften Streichern wiederum innehalten
läßt. Das ganze Album beschreibt die verschiedenen Stationen und
Stimmungen mit ganz unterschiedlichen Melodien, entweder bombastisch
orchestral, wie „Die Rückkehr der Wölfe“, sanft schmeichelnd, wie
„Als ich unter Wölfen schlief“ oder kriegerisch mit harten Gitarren
und lauten Percussions bei „Sturmvolk“.
Erzählt wird die Geschichte von der einzigartigen Stimme Greta
Csatlos', die mal flüsternd geheimnisvoll, mal mit warmem
volltönendem Gesang den Hörer begleitet. Vergleiche mit großen Diven
der 30er, wie Zarah Leander oder Marlene Dietrich sind bereits
bereits gezogen worden, drängen sich aber geradezu auf. Diese Stimme
kann klagen, drohen, schmeicheln und schauer über den Rücken jagen.
Greta versteht es, genau die Atmosphäre, die in den Texten
beschrieben wird, zu vermitteln. Diese erzählen in symbolträchtiger
Bildersprache den Fortgang der Reise und die Wandlung, die vollzogen
wird. Der Hörer wird immer tiefer in ein Land geführt, in dem Kälte
und Krieg, Trauer und Verzweiflung, Tod aber auch Wiedergeburt
herrschen.
„Herrschaft der Vampire“ ist ein ganzheitliches Konzeptalbum.
Unterstrichen wird dies durch das von Greta Csatlos selbst
gestaltete Booklet, durch das das Grabsteinland auch visuell
lebendig wird. Wenn auch die Texte stellenweise gefährlich nah am
Kitsch vorbeischrammen, so lassen sie doch gemeinsam mit der Musik
äußerst stimmungsvolle Bilder im Kopf des Hörers entstehen. Man darf
gespannt sein, wo die Reise im dritten Teil der
Grabsteinland-Trilogie endet... (Quelle: von
www.medienkonverter.de)

UNTOTEN
"Herrschaft der Vampire" (Romantic Morbid Goth)
(Sonic Malade)
Wahrscheinlich sind die Berliner UNTOTEN die einzige Band, welche
noch den wahren Gothic spielen. Ich spreche hier nicht von Dark
Wave, Deathrock, Goth Metal, sondern allein von dem in der
Renaissance heimatfindenden Gothic. Allein auf sich gestellt, ohne
deutschen oder südländischen Metal, ohne finnischen Pop, ohne
amerikanischen Deathrock.
Der zweite Teil der Trilogie "Grabsteinland" ist überraschend ruhig
ausgefallen. Er inszeniert eine getragene Theatralik, welche sich in
wundervoller Weise durch die Zwanziger Jahre des vergangenen
Jahrhunderts schlängelt. Trotz emotionaler Finsternis gelingt es dem
Duo erneut, eine elegante Melodie in harmonische Verwegenheit zu
kleiden. Jeder dunkle Ton sicher gesetzt, jeder stimmliche Atemzug
eine vollzügliche Weitererzählung der Geschichte. Ursprünglich war
dieses Werk mit "die letzte Schlacht" angekündigt, mit dem neuen
Titel dürfte auch ein Bram Stoker zufrieden sein, schließlich war
sein "Dracula" eine Liebesgeschichte. Und im Endeffekt bekommt
Polanskis ironische Verfilmung "Tanz der Vampire" endlich den
passenden Soundtrack. Immer tiefer wird man in das Grabsteinland
gezogen und mit jedem Ton wird klar, dass die Untoten mehr sind als
irgendeine Band. Sie sind der unangepasste und gelebte Gegenpol
einer Szene, welche sich immer mehr einer Musikkultur öffnet, welche
sie immer verurteilt hatte. Die logische Konsequenz ist dieses
Grabsteinland, es lädt ein, es nimmt einen an der Hand, wer nicht
will kann sich entreißen, wer sich aber darauf einlässt, landet in
einer Phantasiewelt, die bedrückt, gleichwohl eine morbide Schönheit
offenbart und fesselt.
Die elegische Tiefe, welche dieses Werk ausstrahlt, ist mit Worten
nicht zu beschreiben.Die Opulenz und die unheimliche Atmosphäre ist
ein sakraler Soundtrack voller Emotion. Die Berliner bauen sich mit
wahren Gefühlen ein Denkmal und deklarieren es zum Wallfahrtsort der
schwarzen Szene. Es liegt an euch ihn zu besuchen. Bereuen werdet
ihr nichts. www.untoten.com
(andreas /Amboss Mag)

Mitreissend,
einfühlsam und gefühlvoll präsentiert sich der neue Silberling aus
dem Hause der Untoten!
Bei "Herrschaft der Vampire" handelt es sich um den zweiten Teil der
Grabsteinland Trilogie. Thematisch geht es wie schon der Titel sagt
um Vampire, aber auch Hexen, Raben und vor allem das Leben der Wölfe
wird thematisiert. Sicher muß man bei den Texten der Band auch
einfach zwischen den Zeilen lesen und wenn man es tut, dann findet
man viele Paralellen zum eigenen Leben und zur eigenen Existenz.
Songs wie "Raben" oder "Unvergessen" regen die Fantasie an und
führen den eigenen Geist in eine andere, fremdartige Welt voller
Träume.
Auf dem Album gelingt es den Untoten geschickt eine Balance zwischen
modernem Gothicrock und Klassik zu finden.
Düstere Klänge in Perfektion! Die Stimme von Greta Csatlós ist wie
immer absolut einmalig und beeindruckend und meistert ebenso
treibende schnellere Songs ("Lichtbringer"), wie auch ruhigere
Balladen ("Dein Platz").
Dunkel, düster, morbide und erotisch - eigentlich kann man sie nur
so beschreiben - man muß sie hören und bekommt eine Gänsehaut.
"Herrschaft der Vampire" ist ein würdiger Nachfolger von
"Grabsteinland - Teil 1" und ehrlich gesagt waren die Untoten nie
besser - dieses Album ist ihr Meisterstück!
Gekrönt wird der musikalische Eindruck durch den optischen, den der
Betrachter beim Anblick des Booklets hat. Mit sehr viel Liebe zum
Detail finden sich in dem Booklet an die Thematik angelehnt
wunderschöne Zeichnungen und Fotomontagen. Der Weg der Untoten wird
weitergehen - Teil 3 ist bereits in Arbeit und man kann nur gespannt
sein,
wie es weitergehen wird!
Das Grabsteinland ruft seine Kinder der Nacht mit all seinen
Geheimnissen!
Anspieltips: "Unvergessen", "Als ich unter Wölfen schlief".
Fazit: Ein großartiges Album! Eine großartige Band!
(Dark Heart Magazin -
www.darkheartmagazin.de)

UNTOTEN
Die Herrschaft Der Vampire
WIE ZARAH AUS DER GRUFT !
Wenn Greta Csatlós von den Untoten ihre Stimme erhebt, um mit
gerolltem „R" (ihre ungarische Herkunft ist da unverkennbar und
macht ihren Gesang wahnsinnig sexy) und unvergleichlicher Stimme
bitter-süße Balladen aus dem Reich der Toten anzustimmen, könnte man
glauben, Chanson-Göttin Zarah Leander habe ihr aus dem Jenseits ihre
Stimme geliehen ..
Die Herrschaft der Vampire (Sonic Malade / Release: 8. November!)
ist der zweite Teil der Grabsteinland-Trilogie und erzählt ein
düsteres Märchen. Wie einst „Alice", verirrt sich die Protagonistin
in ein fantastisches Land, allerdings weniger bunt und fröhlich als
das „Wunderland", denn es ist das Reich der Toten - und während sie
in der Grabsteinland CD noch die Liebe des Wolfes findet, sind es
nun, in der zweiten CD, nur Verzweiflung, Schicksal und der Kampf
ums Überleben, die ihr widerfahren, als der grausame Lord Missgunst
im Reich der Schatten die Herrschaft der Vampire einläutet...
Doch die Geschichte ist für den Zuhörer nicht in erster Linie
wichtig - mehr für die Untoten Greta und David, die die Komposition
der Lieder an der Dramaturgie des Plots ausrichten. Und entsprechend
der Handlung, haben die 12 Songs auf Die Herrschaft der Vampire im
Vergleich zur Vorgänger-Scheibe auch viel mehr Dramatik, sind
variantenreicher und haben mehr Pep... Grabsteinland war
getragener und erzählte von Verlorenheit, Einsamkeit und Trauer. Die
aktuelle Scheibe ist geprägt von Verzweiflung, der Suche und vom
herannahenden Kampf. Davon ausgehend müsste der für 2005 geplante,
dritte Teil der musikalischen Saga ein geradezu furioses
Lied-Feuerwerk bringen, wenn es zum „Showdown" kommt...
Doch bis dahin erfreuen uns die Untoten mit der Herrschaft der
Vampire, und diese CD ist fürwahr ein Reinhörer! Bestens
durchkomponiert und von Greta so wunderbar intoniert, dass man sich
dem Bann des Grabsteinlandes nicht entziehen kann. Wegen der
Dramaturgie ist ein Anspieltipp für die CD nicht angesagt, außerdem
kann man sich problemlos durch den ganzen Silberling hören -
dennoch, sollte man mich nach meinen Lieblings-Songs fragen, würde
ich antworten: Lied Nummer fünf "Der kleine Tod", zusammen mit dem
Auftaktlied "Unvergessen" und der unglaublichen Ballade "Die
Rückkehr der Wölfe".
Im Übrigen ist auch ein Untoten Live-Auftritt ein Fest für Augen und
Ohren, das man sich - so die Chance besteht - nicht entgehen lassen
sollte.
(Me - Magazin, Nov./Dez. ´04)

Reviews:
"Herrschaft der Vampire"
Teil Zwei der großen "Grabsteinland"-Trilogie: Das "Gothic-Musikmärchen"
geht weiter, wie gehabt mit viel Pathos und breiten
Keyboard-Flächen. Dass das auch außerhalb der Düsterszene für
Aufsehen sorgen könnte, liegt einerseits an den ziemlich tollen und
extrem ausgereiften Kompositionen und der sorgfältigen Produktion,
andererseits daran, dass sich Greta Csatlós und David A. Line nicht
auf das klassische "Dunkel-Spektrum" zwischen Wave, Industrial,
Gothic Rock und Synthiepop beschränken, sondern auch der Tradition
der Lieder und Chansons aus dem Zwischenkriegs-Berlin huldigen.
Gretas etwas rauchige Stimme taugt dazu perfekt, man kann sie sich
förmlich vorstellen, wie sie ganz in schwarz auf einem Barhocker
sitzend "Lilly Marlene" singt ... Doch zuvor muss das "wölfische
Mädchen" aus "Grabsteinland" weißen und schwarzen Wölfen folgen,
Raben in ihre toten Augen sehen und den Geschichten des untoten
Sturmvolks lauschen. Ob sie in der "letzten Schlacht" erfolgreich
sein wird, wissen indes nur die Greta und David - großes Kino auf
CD, sozusagen. (Sonja Angerer - September 2004)

„Grabsteinland II: Herrschaft der Vampire“
(Sonic Malade/Soulfood)
Vorhang auf für den zweiten Akt von „Grabsteinland“!
Einen würdigen Nachfolger für „Grabsteinland“ mit seinen
gefühlvollen, düsteren Chansons abzuliefern war sicher nicht
einfach, aber Greta und David ist dies mit dem vorliegenden Album
gelungen. Die Vergleiche von Zarah über Marlene bis hin zu
Alexandra, die zuvor herangezogen wurden, stimmen immer noch, aber
„Herrschaft der Vampire“ ist mehr: Das neue Album ist gewaltiger,
streckenweise fast schon symphonisch, härter und unbarmherziger -
mitunter kommen sogar Metalgitarren zum Einsatz. Die „Raben“ wiesen
dabei bereits den Weg. Und das neue Album ist eingängig geworden,
die Songs sind nicht mehr aus dem Kopf zu kriegen, werden Euch in
Euren dunklen Träumen heimsuchen. Kleine Episoden, die die Fantasie
anregen und erneut in die „Grabsteinland“-Welt der Untoten
entführen. Das aufwändig gestaltete Booklet dient dabei das
Wegbeschreibung und Programmheft, das die Musik perfekt illustriert.
Dazu kommt Gretas Stimme, die von Mal zu Mal besser wird, Gänsehaut
erzeugt und das gewisse (undefinierbare) Etwas hat, das alle wahren
Diven der Welt auszeichnet. Sei es nun der eingängige
Eröffnungstrack „Unvergessen“, das an Eisler erinnernde „Der kleine
Tod“ oder das gefühlvolle „Als ich unter Wölfen schlief“ - die Songs
treiben die Handlung voran und sind genau an der Stelle zu finden,
an der sie sein sollen und erfüllen für den Fortgang der Geschichte
ihren zugedachten Zweck. „Als ich unter Wölfen schlief“ ist ein
Beweis dafür, dass auch unter der unbarmherzigen und kalten
„Herrschaft der Vampire“ eine Idylle nicht unmöglich ist. Wird
„Grabsteinland III“ daran anschließen? Gassenhauer der düsteren Art!
KaHo (Zillo)

Untoten -
Herrschaft Der Vampire
(Sonic Malade / Soulfood)
Für die Fans der Untoten ist Beschehrung schon immer ein paar Wochen
bzw. Monate vor Weihnachten. Denn das Berliner Duo veröffentlicht
nun schon mit beachtlicher Konstanz Herbst für Herbst ein neues
Album - in diesem Jahr "Herrschaft der Vampire", den zweiten Teil
der anno 2003 begonnenen "Grabsteinland"-Trilogie. Ein Gothic-Album
mit Biss.
Allein der Gedanke, ein "Grabsteinland" zu erfinden und aus diesem
mittels einer Story, verpackt in eine Album-Trilogie, zu berichten
ist ja suspekt genug. Die musikalische Umsetzung des ersten
Kapitels, das Album "Grabsteinland", dürfte jedoch selbst den
eingefleischtesten Fans, die das suspekte und unberechenbare
Verhalten von Greta Csatlos und David A. Line ja gewohnt sind, die
Sprache verschlagen haben. Statt punkiger Riffs, trashiger
Elektronik und einer kindlichen Greta bekam man schwülstige
Kompositionen jenseits aller bislang dagewesenen Hörgewohnheiten und
die Stimme einer über Nacht erwachsen gewordenen Greta zu hören, die
beinahe nach einer Reinkarnation von Weltstar Marlene Dietrich
klingt.
"Grabsteinland" wirkte schon fast wie ein Stilbruch der beiden
Berliner Ausnahmekünstler und Kult-Figuren, welcher letztlich aber
doch seine Anhänger fand - wenn auch vielleicht nicht in dem Maße
wie manch voriges Album, allen voran natürlich "Schwarze Messe" und
"Vampire Book". Moment mal: "Vampire Book" und "Herrschaft Der
Vampire". Wir sind ja plötzlich wieder bei einem altbekannten - eben
untoten - Thema angelangt. Zur Freude aller Skeptiker und Kritiker
von "Grabsteinland" hört sich "Herrschaft der Vampire" auch
musikalisch wieder ein wenig mehr nach den Untoten wie sie früher
waren an. Wie gekonnt hier der Brückenschlag zwischen dem Sound der
früheren Untoten-Alben und dem Flair von "Grabsteinland" gelungen
ist hat mir ein weiteres Mal die Sprache verschlagen.
Es gibt wieder mehr Gitarre, ja sogar den ein oder anderen trashig
anmutenden Part - es gibt tanzbare Nummern wie beispielsweise die
Single "Raben" oder das kräftige "Lichtbringer" aber auch ruhige,
unheilvolle und Dank einer zu alter Höchstform aufgelaufenen Greta
Csatlos äußerst stimmungsvolle Nummern, die aus dem "Grabsteinland"
berichten. Aber auch die "Marlene" in Greta kommt ab und an,
beispielsweise in "Der kleine Tod", noch einmal zum Vorschein und
wirkt auf einmal überhaupt nicht mehr so befremdlich wie noch auf
dem ersten Teil der Trilogie.
Den Untoten
ist mit "Herrschaft der Vampire" definitiv ihr bislang
vielschichtigstes Album gelungen. Düstere Gothic-Passagen gehen Hand
in Hand mit fröhlichen Melodien, unheimliche, sehr intensive
Klangcollagen werden gepaart mit Piano-Klängen, orchestralen
Arrangements, dezenter Elektronik und einer bisher noch nie auf
einem Album in so vielen Facetten vereinten Gesangsvielfalt. Der
Opener "Unvergessen", das leider viel zu kurze Intermezzo
"Sturmvolk" und das sich anschließende "Ach du kalter Stern" sind an
Intensität kaum noch zu toppen und führen einen in den "Hexenwald"
am Ende dieses Werkes.
Ob hier wohl
die "Letzte Schlacht" geführt werden wird, auf deren Ausgang man
nach diesem Album mehr als nur gespannt ist, stattfinden wird? Ich
fürchte fast, das der richtig große Knall mit dem dritten Teil der
Trilogie erst noch bevorsteht. Doch auch dieses Kapitel sollte man
nicht überhört haben - und das gilt vor allem auch für diejenigen,
die mit "Grabsteinland" vielleicht nicht so viel anfangen konnten.
( Quelle:
http://www.blacklight-magazin.de/nw/article/Rezis-GothWaveEtc/1100104740.html
- Autor: Dj Macro)

HAB KEINE ANGST VELUZIFER"
Reviews von
„1996“
„...durchgeknalle
Texte, eine derbe Stimme, gebolztes Schlagzeug und ratter ratter
Gitarre. Das kommt in diesem Zusammenhang saugut und macht
Spass.Grandiose Platte! Und da Interessiert es mich wirklich keinen
feuchten Dreck, ob das nun eher Hardcore oder schon direkt Metal
ist.
Von der Attitude her, ist es eindeutig Punk!“
(Endpunkt 96`)
..krasse
Songfragmente voller seltsamer Effekte und überraschender Einfälle.
Hört euch die Untoten an , Leute, die sind echt Klasse!
(Zitty/Berlin 96`)
„...was ihr
hier hören könnt, klingt nach modrig - pilzigen Übungsräumen in
verfallenen Kellergewölben. Aber darunter, verbergen sich so viel
Ideen, so viel Kreativität und Individualität, dass man den Untoten
das alles einfach abnehmen muss. 1 min. prügelt ins in bester
Grindcore- Marnier, um im nächsten Stück eine verdrehte Hymen zu
schaffen und im über nächsten ein wundervollen ¾ Takt Liebeslied zu
schaffen. Todtraurig und wunderschön. Das Stück „Neue Heimat“, ist
Melancholie pur. Auf Filmdialoge folgen Sägegitarren oder brutales
Grind Grunz Gemezel.
Textlich geht es meist recht blutig und finster zu, aber eigentlich
sehr gekonnt und wirksam. Für mich jedenfalls meist auf höherem
Niveau als die meisten Deutschen Schwarzkittel, die sich Mühe geben,
ambitioniert zu wirken. Musikalische Vergleiche fallen schwer und
erfassen höchstens Teile der Untoten. Hört euch die Platte an. Sie
ist witzig, düster,energisch und verdammt einzigartig...“
(Bodystyler/ 96`)
"...da frage
ich mich, was passiert wäre, wenn einem Expressionisten wie Kurt
Schwittersdie Staffelei auf den Kopf gefallen wäre? Hätte er dann
anstelle eines Gedichts wie „An Anna Blume“ einen Songtext wie
„Blutmaschine“ geschrieben und an stelle des Pinsels, zum
Musikinstrument gegriffen?"
(the circle96`)
„..Üüberraschend!
Songs wie „der Tod und das Mädchen“ sind erstaunlich Balladesk. Fast
schon wie Nick Cave und Kylie im Duett.“
(Prinz/ Berlin 96`)
„...Teilweise
gibt`s brutalen Grindcore, aber auch schleppend langsame, melodiöse
Sachen, die man durchaus mit Danzig oder Sisters of Mercy
vergleichen kann. Besonders die sagenhafte Stimme der ungarischen
Sängerin Greta Csatlos kommt unheimlich gut rüber. Erwähnenswert
sind da noch die Deutschen Texte und die sonderbaren Samples die dem
ganzen eine seltsame Atmosphäre geben...“
(Nightlive 96`)
Tracklist
Suchen tut mich keiner
Warten auf den Tod
Super Silent
neue Heimat
Blutmaschine
Nur ein Kleines Stück
Kadaver
An einem Strang
Berlin bleibt Schmierstadt
Gestörtes Verhältnis
Der Tod und das Mädchen
Auswurf 666
Nacht der Bestien
Toter Hund
Blutmaschine
Veluzifer
Bonustracks:
Warten auf den Tod (Version)
U.S.A
Gottes Strafe
Todesehnsucht |